Gesucht waren herausragende Lösungsansätze zur energetischen Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses, zu dessen Erweiterung sowie zur Umgestaltung der Platzfläche am Janshof. Ein stimmiges Gesamtkonzept für diesen zentralen Bereich soll dessen Funktion im innerstädtischen Kontext zu stärken. Das eingereichte Konzept von JSWD mit RMP Landschaftsarchitekten war für das Preisgericht klarer Favorit. Der Entwurf ist „…ruhig durchdacht und fügt sich harmonisch in das Stadtensemble ein…“ lobte die Jury.
Der Entwurf nimmt das Spiel differenzierter Stadträume in der Brühler Altstadt auf. Der Kopfbau der Rathauserweiterung im Norden und eine mögliche Wohnbebauung im Süden bilden ein spannungsvolles Wechselspiel, bieten Blickbeziehungen aus den umgebenden Stadträumen und verschaffen dem Janshof eine Dimension, die nicht mit dem unmittelbar angrenzenden Markt in Konkurrenz tritt. Drei Gassen führen auf den neuen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität, der zur repräsentativen Adresse wird. Bauliche Nachverdichtungen stärken den Stadtraum und lösen den Charakter eines zufällig entstandenen Hinterhofes auf.
Die Verwaltung der Stadt Brühl plant die Weiterbeauftragung im Oktober 2017.

 

Visualisierung: Mohan Karakoc