Der Entwurf von JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés erhielt beim geladenen, 2-stufigen Realisierungswettbewerb einen von drei 2.Preisen. Die neue Repräsentanz der ThyssenKrupp AG in  Berlin ist integraler Bestandteil der städtebaulichen Planung zur Rekonstruktion des Stadtraums „Schlossplatz“. Die exponierte Lage des Neubaus fordert auf, ein Gebäude ohne Rückseiten zu formulieren - einen Stadtbaustein, der den künftigen Schlossplatz schließt und hier seine Adresse hat, sich aber gleichermaßen zum Spreekanal und zum ehemaligen Staatsratsgebäude offen und einladend zeigt. Das Erdgeschoss öffnet sich großflächig und zieht den umgebenden Stadtraum ins Gebäudeinnere hinein. Der obere Teil des Baukörpers setzt sich aus zwei ineinander verschachtelten Volumen zusammen. Diese umgeben einen über alle Geschosse gehenden Luftraum (Luftfuge), der besondere Nutzungen wie Foyerbereiche aufnimmt und spannungsvolle Raumfolgen und Blickbeziehungen über alle Geschossebenen entstehen lässt. Die Raumskulptur wird von einer Fassade aus vertikalen Steinlamellen umhüllt. Die Außenfassade wird durch eine Aneinanderreihung von vertikalen Lamellen aus Stein gebildet und gibt dem Gebäude seine einfache und abstrakte Erscheinungsform.