Neubau BürgerRatHaus Essen
Anerkennung beim Realisierungswettbewerb 2019
in Kooperation mit GINA Barcelona

Der Entwurf für das neue „BürgerRatHaus“ entsteht aus einer aufmerksamen Analyse der Stadt Essen, ihrem historischen Zentrum und der Umgebung. Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich in einer verkehrstechnisch hoch komplexen Situation. Es grenzt zudem an drei typologisch sehr unterschiedliche Stadtbezirke. Das nordwestlich gelegene historische Stadtzentrum verdient besondere Beachtung. Hier befinden sich  hochwertige Freiräume, der Essener Dom sowie die Fußgängerzone. Der Neubau muss eine neue stadträumliche Beziehung zwischen diesen Bereichen zu bilden und wird zum sozialen Zentrum der Essener Bürger.

Das neue Bürgerrathauses präsentiert sich dabei als selbstbewusster neuer Stadtbaustein. Die eigenständige Form reagiert logisch auf alle Nachbargebäude und bildet um das Gebäude neue städtebauliche Räume unterschiedlicher Funktion und Qualitäten. Zentraler Freiraum ist der Vorplatz des Gebäudes. Er verbindet über eine große Freitreppe zwei Geländeniveaus, die zum Verweilen einlädt. Das Volumen des Entwurfes bildet  eine bildhauerische Großform, die sich um einen großen Hof als Herz des Projekts gruppiert.

Die Fassade des Projektes versucht die heterogene umliegende Baustruktur zu beruhigen und respektiert dabei die Proportionen der Straße. Die klassische Dreiteilung der Gebäude in der Umgebung wird in den neuen Entwurf übernommen. Durch Betonung der konstruktiven Elemente entsteht eine horizontale Gliederung der Fassade, aufgeteilt in  Sockel, Obergeschosse und das geneigte Dachgeschoss.

Das Gebäude reagiert auf den Wunsch nach  unterschiedlichen Eingängen von den verschiedenen Straßen- und Straßenniveaus. Die vorgeschlagene Lösung generiert über das die Geschosse verbindende Foyer neue Beziehungen zwischen beiden Straßen. Hierbei wird das Foyer zur städtebaulichen Passage.  

Visualisierungen: JSWD / GINA

Siehe auch

Deutsches Tapetenmuseum

Bühnen Köln

Schwarz Projekt Campus

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